Organisten


Helmut Freitag

Organist Helmut Freitag
Tel. 0049 681 302 2218


Ich fühle mich seit meinen Studientagen sehr wohl in der Schweiz. Meinen beiden berühmten Schweizer Orgellehrern Lionel Rogg, Genf und André Luy, Lausanne verdanke ich sehr viel. Schon im Studium habe ich des öfteren in vielen Orten der Schweiz konzertieren dürfen, z.T. auch mit Orchester. Stets bin ich mit Freundlichkeit und Wärme aufgenommen worden, was sich mir bleibend eingeprägt hat. Meine Liebe, vor allem auch zu den Bergen und der Region Oberland, habe ich in meiner Familie mit unseren drei Kindern weitergegeben und seit einigen Monaten gehört uns ein sehr kleines Häuschen, eher eine Hütte, in Faltschen bei Reichenbach  i.K.. Hierin fühlen wir uns alle sehr wohl und genießen die Luft und die Natur. Angesichts dieser räumlichen Nähe zu Bern und dem Spiegel habe mich sehr gefreut, dass ich zur Vorstellung eingeladen und anschließend ausgewählt wurde.Das Spiel auf der Orgel der Stephanuskirche reizt sehr, da das Instrument in einem sehr gepflegten Zustand ist und im schlichten Kirchenraum sehr gut klingt. Ich freue mich von Herzen auf die gemeinsame Arbeit in der Gemeinde, hoffe auf Anregungen und viele gemeinsame musikalische Aktivitäten und Angebote.  

Helmut Freitag  wurde 1960 in Bad Kreuznach (D) geboren. Er studierte u.a. Kirchenmusik, so  auch in Genf. Er konzertiert in vielen Ländern und ist heute Professor und Musikdirektor der Universität des Saarlandes.         

"Zu einer Toccata von Bach"

Urschweigen starrt... Es waltet Finsternis...
Da bricht ein Strahl aus zackigem Wolkenriß, Greift Weltentiefen aus dem blinden Nichtsein, Baut Räume auf, durchwühlt mit Licht die Nacht, Läßt Grat und Gipfel ahnen, Hang und Schacht, Läßt Lüfte locker blau, läßt Erde dicht sein.

Es spaltet schöpferisch zu Tat und Krieg Der Strahl entzwei das keimend Trächtige:
Aufglänzt entzündet die erschrockne Welt.
Es wandelt sich, wohin die Lichtsaat fällt, Es ordnet sich und tönt die Prächtige Dem Leben Lob, dem Schöpfer Lichte Sieg.

Und weiter schwingt sich, gottwärts rückbezogen, Und drängt durch aller Kreatur Getriebe Dem Vater Geiste zu der große Drang.
Er wird zu Lust und Not, zu Sprache, Bild, Gesang, Wölbt Welt um Welt zu Domes Siegesbogen, Ist Trieb, ist Geist, ist Kampf und Glück, ist Liebe.

Hermann Hesse

 

<< zurück zu Aktuell